Der Heribertturm - ein sanierungsbedürftiges historisches Bauwerk

Als ein das Stadtbild prägendes Gebäude gilt der nachweislich bereits 1588, also noch weit vor dem 30-jährigen Krieg erbaute Heribertturm. Kurfürst Johann VII von Schönberg hatte damals diesen Turm zum Schutz der kurfürstlichen Kellerei und als Treppenaufgang der an dieser Stelle erbauten Heribertskirche errichtet.

Während der Belagerung Ehrenbreitsteins durch französische Truppen wurde 1636 zwar das gesamte Dahl einschließlich Heribertskirche eingeäschert, doch der Heribertturm überstand diese Feuersbrunst und wurde 1672 in die Stadtbefestigung als Wehrturm einbezogen. 1848 wurde das Obergeschoß ausgebaut.

Mit einigem Glück und vielleicht der Hilfe von Manfred Diehl kann man den Turm auch  von innen besichtigen.

 Als Erstes sieht man das Uhrwerk des Turmes, genial einfach mit hoher Ganggenauigkeit. Es wird übrigens mit einer Kurbel regelmäßig aufgezogen. Zum 2000-jährigen Bestehen der Stadt Koblenz konnte 1992 das Uhrwerk erneut überarbeitet und im Eingangsbereich des Turms aufgestellt werden. Die Reparaturkosten übernahm die Stadt Koblenz als Rechtsnachfolgerin der ehemaligen Stadt Ehrenbreitstein.

Im Zuge der Sanierung des Dahls begann 1985 auch die Außensanierung des historisch wertvollen Heribertturmes. Teile des Dachstuhls wurden originalgetreu erneuert. Mit großem finanziellem Aufwand, unterstützt durch das Bistum Trier und durch die Spendenfreudigkeit vieler Ehrenbreitsteiner konnten hierfür die Kosten aufgebracht werden. 1991 begann die Wiederherrichtung des Turminneren. Aus statischen Gründen wurden Fußboden und Deckenkonstruktion erneuert. Auch die Tür wurde originalgetreu in Eichenholz nachgebildet.

Der Heribertturm in Wikipedia

Fotos: Kurt Singer, aufgenommen mit Hilfe von Manfred Diehl und freundlicher Genehmigung durch die Pfarrei Hl. Kreuz..