Das Landesmuseum Koblenz in der Festung Ehrenbreitstein

Das Landesmuseum Koblenz befindet sich auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz und ist nach Mainz und Trier das jüngste sowie das einzige technische Landesmuseum in Rheinland-Pfalz.

Das Landesmuseum Koblenz wurde 1956 als „Staatliche Sammlung für Vorgeschichte und Volkskunde“ durch Josef Röder gegründet. Als Museumsleiter konnte Röder sich nicht jedoch nicht mit vollem Einsatz dem Museum auf der Festung widmen, denn er war als Bodendenkmalpfleger dem Landesmuseum in Trier unterstellt und sollte gleichzeitig den Wiederaufbau des Mittelrhein Museums der Stadt Koblenz in der Altstadt vorantreiben. Gezeigt wurden zunächst Altertümer des Weinbaus. Zusammengetragen wurden vorrangig Maschinen und Werkzeuge, die im Wein- und Bergbau, in der Flussfischerei und in der Basalt- und Bimsgewinnung eingesetzt wurden. Der Weg zum Technikmuseum war durch die vorhandenen Ausstellungsgegenstände spätestens seit Mitte der 70er Jahre vorgeprägt. 1975 übernahm Ulrich Löber die Museumsleitung und setzte die technische Ausrichtung der Sammlung fort. Unter Ulrich Löber wurde im Landesmuseum Koblenz erstmalig in Rheinland-Pfalz ein Museumspädagoge angestellt. Im Jahre 2001 übernahm Thomas Metz die Museumsleitung.

Neben den Ständigen Abteilungen (August Horch, Bimsindustrie, Weinbau, Zinngießerei, Sektherstellung, Schnapsbrennerei und Archäologie) zeigt das Landesmuseum Koblenz als einziges technisches Landesmuseum des Landes Rheinland jährlich mehrere Sonderausstellungen, die zusammen mit einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm regelmäßig große Besucherzahlen in das Museum führen.

Die Dauerausstellung in der Contregarde steht unter dem Motto "Geborgene Schätze. Archäologie an Mittelrhein und Mosel".

Die Festung Ehrenbreitstein ist nicht nur Sitz des Landesmuseums Koblenz, sondern auch dessen größtes Exponat. Die Abteilung „Geschichte der Festung“ beschäftigt sich mit der Historie der Festung Koblenz-Ehrenbreitstein und behandelt auch allgemeine Fragen des Festungswesens.

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„Neues“ Landesmuseum wird 2014 eröffnet.

Planungen für die Festung Ehrenbreitstein reichen weit über die BUGA hinaus – die Generaldirektion Kulturelles Erbe informiert mit neuer Vortragsreihe.

Planer vergleichen die Festung Ehrenbreitstein gerne mit einer kleinen Stadt. Und sie suchen nach Wegen, diesen „urbanen Raum" mit Leben zu erfüllen. Schon jetzt steht fest: Bis zur Eröffnung der Buga können die anspruchsvollen Aufgaben nicht komplett erfüllt werden. Dennoch sollen Besucher 2011 auf ihre Kosten kommen.

„Die Festung verwandelt sich." Als Thomas Metz am Dienstagabend die Parole für die neue Vortragsreihe über Projekte auf dem Ehrenbreitstein ausgab, waren die Parallelen zum Buga- Leitspruch gewollt. Denn bis zur Eröffnung des Spektakels wird das Kulturdenkmal im neuen Glanz erstrahlen. Dennoch ließ der Chef der Generaldirektion Kulturelles Erbe anklingen, dass das Land sich auch nach Eröffnung der Buga mit der Preußenfestung befassen muss.  Eines steht schon jetzt fest:  Die schon lange überfällige Modernisierung des Landesmuseums wird erst beginnen, wenn die Gartenschau ihre Pforten geschlossen hat. Hinter den Kulissen laufen die Planungen bereits auf Hochtouren, wobei das renommierte Büro HG Merz eingeschaltet wurde, das zum Beispiel bereits für das Zeppelin-Museum sowie für die Museen von Mercedes-Benz und Porsche Konzepte lieferte. Die Spezialisten aus Berlin und Stuttgart haben Anfang der Woche Bestandsaufnahmen und erste Vorschläge zur Um- gestaltung vorgelegt, die sicherlich in den nächsten Vorträgen der neuen Reihe eine Rolle spielen.  Während man bis zur Eröffnung des „neuen" Landesmuseums noch bis 2014 warten muss, werden die Arbeiten in den Kuppelsälen pünktlich zur Buga abgeschlossen sein. Die Säle werden zu einem zentralen Veranstaltungsraum der Festung umgebaut. Das Beste:  Die bedeutenden archäologischen Befunde werden für Besucher zugänglich bleiben. Ein Fahrstuhl wird künftig in die mindestens 3000-jährige Vorgeschichte der Festung „hineinfahren"  wobei die Endstation das Dach mit seiner grandiosen Aussicht sein wird. Thomas Metz stellte auch in Aussicht, dass das größte Manko der Festung bis 2011 weitgehend behoben sein wird: Bislang waren die Gebäude in der Regel nicht so zugänglich, dass man einen Eindruck vom Festungsleben erhalten konnte.  Mit der Mauerwerks- und Putzsanierung sowie der allein sechs Millionen Euro teuren denkmalgerechten Erneuerung der Dächer soll sich das ändern. Der geplante Festungsweg schließt eben nicht nur das Äußere der imposanten Anlage ein, sondern soll auch Abstecher ins Innere möglich machen. Thomas Metz räumte bei seinem Vortrag ein, dass es noch eine Reihe von Problemen gibt, die die Planer noch mindestens 10 bis 15 Jahre beschäftigen wird. Der Generaldirektor nannte dabei nicht nur die Verbesserung der Anbindung, sondern auch die Vereinigung dessen,  was einmal eng zusammen gehörte: Festung und Stadtteil Ehrenbreitstein.  Trotz der engen historischen Verflechtungen führen beide Standorte derzeit ein Eigenleben. Deswegen soll bis zur Buga zumindest die Anbindung durch Bus und Bahn optimiert werden. Deswegen ist der Schrägaufzug unter der Sesselbahn noch lange nicht vom Tisch. Im Gegenteil: Er ist integraler Bestandteil eines Konzepts, das vor allem dann wichtig wird, falls die Buga- Seilbahn wieder abgebaut werden muss. Inzwischen (August 2013) wissen wir, daß uns die Seilbahn noch ein paar Jahre erhalten bleibt.