Lielsgasse

Die Lielsgasse ist die Verbindung zwischen Markt und Am Platz. Außerdem ist sie die Versuchsgasse für Fußgängerstolperfallen, welche gedacht sind für die Verlangsamung des Autoverkehrs und ihren Zweck nicht erfüllen.

Benannt ist die Lielsgasse nach dem kurtrierischen Hofrat Johann Heinrich Constantin Liel.

Allerdings gab es auch einmal die Schreibweise “Lillsgasse”, wie auf diesem Foto zu sehen ist.

Lielsgasse 228

Lielsgasse 228

Jakob Mainone, war ein italienischer Kaufmann und wurde kurfürstlicher Hoflieferant. Er baute um 1710 das Haus 228 auf dem Grundstück in der Lielsgasse. Der Sohn Wilhelm Mainone trat in kurfürstliche Dienste und wurde Hofkammerrat. Er baute um 1760 das Gebäude 228 zum Palais Mainone um. Sein Sohn,  Johann Alois, ebenfalls kurfürstlicher Kammerrat, übernahm das Haus 228 mit dem seitlichen Anbau zur Trottgasse.

Das Haus 228 hatte um 1802 der Hofgerichtsrat Heinrich Liel (oder Lill) gekauft, nach ihm hat die Gasse ihren Namen. 1834 übernahm sein Sohn Konstantin Liel das Gebäude. Danach waren die Eigentümer 1883 die Brüder Fritz und Adolf Bingel, ab 1894 die Witwe Waßweiler, die in der Hofstraße 269 eine Wirtschaft und ein Spezereiwarengeschäft betrieb.

Die Erben Waßweiler verkauften das Anwesen Anfang der 20er Jahre an den Dachdecker Lorenz Fachbach. 1928 zeichneten die beiden Maler- und Lackierermeister Alois Herrmann und Alois Scherhag als Eigentümer. Das Haus gehört heute dem Unternehmer Udo Schmitt.

Lielsgasse 231

Lielsgasse 231

Rechts an HausNr. 228 wurde um 1760 das Haus 231 angebaut, welches Frau Ida Katharina (von Metzen) und später ihrem Sohn dem Obristleutnant Johann Jakob von Metzengehörte. Dessen Erben verkauften das Haus. 1883 gehörte es dem Weinhändler Adolf Ludwig. Dieser hat wahrscheinlich die Querbauten an 231 zur Trottgasse hin anbauen lassen. Hier hatte jetzt PJ. Schulten eine „Säbeltroddel- und Faustriemenfabrik". Der Weinhändler Ludwig besaß das Gebäude noch 1914, 1921 war der Eigentümer der Kaufmann Friedrich Plein. 1937 folgte als neuer Besitzer der Weinhändler Karl Metzinger, der sein Stammhaus in der Helfensteinstraße 79 hatte. Im Haus 231 betrieb sein Sohn Willi Metzinger eine Weinwirtschaft, die sich noch heute im Besitz der Familie befindet.