Johann Abundius Anton Maehler

Oberbürgermeister von Koblenz

geboren: 1. Juni 1777 in Ehrenbreitstein
gestorben: 18. Februar 1853 in Niederheimbach

Abundius Maehler war von 1818 bis 1847 Oberbürgermeister von Koblenz.
Maehler wurde als Sohn von Franz Josef Maehler und Anna Johanna, geborene Vacano, geboren. Nach seinem Studium in Gießen wurde er 1798 Gerichtsschreiber in Virneburg. Danach arbeitete er als Sekretär bei den Munizipalverwaltungen in Cochem und Mayen. Nach deren Auflösung im Jahre 1800 übernahm er eine Stelle als Mairiesekretärs in Mayen bis er im Juli 1803 zur Präfektur nach Koblenz wechselte. Von 1805 bis 1814 war Maehler Notar in Mayen. Im Oktober 1814 wurde er Amtsverweser der Kreisdirektion Koblenz unter österreichisch-bayrischen Verwaltung. Nachdem das Rheinland von Preußen übernommen wurde, trat er eine Stelle als Kreispolizeiinspektor bei dem Generalgouvernementskommissar in Koblenz an. Bei Einrichtung der preußischen Regierung wurde er Regierungssekretär mit Aussicht zum Regierungsrat befördert zu werden.

Am 26. März 1818 wurde Maehler zum Oberbürgermeister und Polizeidirektor von Koblenz ernannt. Die fast 30-jährige Amtszeit war geprägt von Fleiß und Treue. So hat er in dieser Zeit jede Sitzung des Stadtrats eigenhändig protokolliert. Seit 1843 wurden aber Klagen laut, dass Maehler die Verwaltung mangelhaft beaufsichtigte und es somit auch zu Unregelmäßigkeiten im Stadthaushalt kam. Nach Prüfung der Vorwürfe durch den Regierungskommissar Halm im Sommer 1845 wurden diese bestätigt. Der zuständige Minister in der Regierung schickte Maehler im Jahr 1847 in den Ruhestand. Sein Nachfolger im Amt wurde am 6. März 1847 Friedrich Wilhelm Alexander Bachem.