Das Rheinmuseum

Das Rhein-Museum Koblenz wurde 1912 gegründet. Es ist ein kulturhistorisches Museum und zeigt das Leben am Rhein unter verschiedenen Aspekten auf ca 1300 m². So ist die Rheinromantik oder der Neandertaler (frühe Menschen am Rhein) ebenso Gegenstand der Ausstellung wie der Rheinausbau oder die Entwicklung der Rheinschifffahrt.

Die Ausstellung ist nicht zeitlich geordnet aufgebaut, sondern wie in einem Buch sind verschiedene "Kapitel" des Lebens am Rhein aufgeschlagen. Sie können daher jeden Raum gesondert betrachten - immer unter dem jeweiligen Motto. Lediglich die "Entwicklung der Rheinschifffahrt" beinhaltet zwei gegenüberliegende Räume.

Wie entstand das jetzige Haus?

Kaiserin Augusta, die mit Koblenz und Ehrenbreitstein immer sehr verbunden war, suchte persönlich den Standort für dieses Haus, der Ehrenbreitsteiner Schule. Am 17. Dezember 1887 begann der Bauunternehmer Peter Röttgen mit dem Ausheben der Fundamente.
Am 22. September 1890 wurde die neue Schule eingeweiht. Der große, stabile Bau besitzt wegen der Hochwassergefahr ein hohes Sockelgeschoss. Im Hochparterre befanden sich ursprünglich vier Klassenräume je 80 Kinder. Das zweite Obergeschoss enthielt drei Lehrerwohnungen, die aus je zwei Stuben, einer Küche und einer Kammer bestanden. 104 Jahre hat das Schulhaus vielen Schülergenerationen gedient. Inzwischen war es aber doch zu klein geworden, und die Lage an einer hauptverkehrsstraße war für die Schulkinder der Grundschule zu gefährlich eingestuft worden. Im Oktober 1994 wurde das alte Schulhaus endgültig geräumt und in die Grundschule im Teichert verlegt. Die Stadt Koblenz hatte das frei gewordene Gebäude schon 1991 dem Verein Rhein-Museum, der seine Ausstellungsräume bis dahin im Landesmuseum auf der Festung betrieb, zwecks Einrichtung eines eigenen Museums zugesagt. Sofort nach der Räumung begann der Verein, hauptsächlich in Eigenarbeit der Mitglieder, das stattliche Haus innen zu renovieren. Bereits am 6. Mai 1995 konnte das neue Rhein-Museum eröffnet werden. Im Herbst 1998 ließ die Stadt dann das Gebäude von außen sanieren.

Mehr zum Museum sehen Sie auf seiner Internetseite.