Trottgasse vor 2005

Eine unscheinbare Gasse,  die  heute  so nicht mehr besteht, und welche in der letzten Zeit vor Sanierungsbeginn auch für Ehrenbreitstein keine Ehre einlegen konnte. Schade, daß keine Pläne bestehen, die Trottgasse mit einer Überbauung wie im Braunsgässchen weiter bestehen zu lassen

In kurfürstlicher Zeit war sie der Zugang der  Hofbediensteten   von   ihren   Wohnungen im Ortskern zur Residenz.  Ihre  Einmündung  in die Hofstrasse unmittelbar vor der    Brücke, die den Wassergraben überspannte, ermöglichte es, sie aus der Hofstrasse fernzuhalten, so dass ihr Anblick den dort   wohnenden,   oder   durchfahrenden Hohen Beamten und Adligen erspart blieb.

Ihren Namen hat sie von dem Geschlecht derer zu Trott und Solms, die erstmals im 16. Jahrhundert als Lehnsmänner des Kurfürsten erwähnt werden. Bis zum Ende des Kurstaats stellte die Familie höhere Hofbeamte und Militärs. Erst 1822 verließ der letzte Angehörige der Familie Ehrenbreitstein. Das Wohnhaus der Familie stand auf dem Cameralgelände vor dem Hafen- 1795 wurde es Amtssitz des kurfürstlichen Statthalters. 1898 musste es dem Neubau des Preußischen Amtsgerichts weichen.

Wie sah die Trottgasse einmal aus? Nicht daß die Trottgasse einmal ein Schmuckstück war-aber ein bißchen Nostalgie kommt schon auf, wenn man sich die nebenstehenden Fotos einmal anschaut.

Rückbauarbeiten

Trottgasse

Biotop