Karl Kaspar Reichsfreiherr von der Leyen-Hohengeroldseck

Erzbischof und Kurfürst von Trier

geboren: 18. Dezember 1618
gestorben:  1. Juni 1676 auf der Festung Ehrenbreitstein

Karl Kaspar Reichsfreiherr von der Leyen-Hohengeroldseck war von 1652 bis 1676 Erzbischof und Kurfürst von Trier.

Karl Kaspar wurde am 11. Juni 1650 zum Koadjutor und Nachfolger des damals 82jährigen Erzbischofs Philipp Christoph von Sötern gewählt, von diesem aber abgelehnt. Da sich aber Papst, Kaiser und Domkapitel für Karl Kaspar aussprachen und der von Philipp Christoph favorisierte Kandidat verzichtete, wurde Karl Kasper dennoch als Nachfolger bestätigt.

Nach dem Tod des Erzbischofs trat Karl Kaspar am 12. März 1652 seine Herrschaft an. Die Folgen des erst kurz zuvor beendeten Dreißigjährigen Kriegs stellten den neuen Erzbischof vor große Aufgaben, da beispielsweise die Einwohnerzahl des Erzstiftes um ca. 300.000 Menschen zurückgegangen war. So war seine Politik darauf ausgerichtet, die zerstörten Wohngebäude wiederherzustellen, die Rechtspflege und die Landwirtschaft zu fördern und daneben auch die Befestigungen der Festungen Koblenz und Ehrenbreitstein zu verbessern.

Er gründete ein Knaben-Waisenhaus in Trier, stiftete Stipendien für die Ausbildung adliger Söhne zu Geistlichen und ließ im Jahre 1668 das Kurtrierische Landrecht herausgeben. Karl Kaspar förderte in besonderem Maße die Mitglieder seines Adelsgeschlechts, der von der Leyens:

1654 machte er seinen jüngeren Bruder Damian Hartard von der Leyen, den späteren Erzbischof von Mainz, zum Propst und Archidiakon von Karden innerhalb des Erzbistums Trier.

1660 belehnte er seinen Bruder Hugo Ernst von der Leyen mit der kurtrierischen Herrschaft Blieskastel, 1670 belehnte er dessen Sohn Johann Carl Caspar von der Leyen mit der kurtrierischen Herrschaft Arenfels, zu der u. a. Bad Hönningen gehörte.

Bereits im Jahre 1672 bestimmte er auf Grund seiner angeschlagenen Gesundheit seinen Neffen Johann Hugo von Orsbeck zum Nachfolger. Er starb am 1. Juni 1676 in der Festung Ehrenbreitstein.

Von der Leyen in Wikipedia und im Landesarchiv Rheinland-Pfalz