Wambachstrasse

T-S-Wambach

Die Wambachstraße ist eine der ältesten, wenn nicht die älteste, Straße Ehrenbreitsteins. Sie war früher die Hauptverbindung vom Rheinübergang über das Kastell Niederberg in den Westerwald. Der Name leitet sich ab von Wagen-Bach-Straße. Sie verläuft in Ost- West- Richtung neben dem ehemals auf der nördlichen Seite in einem offenen Bett zum Rhein abfließenden Mühlbach.

Obwohl die Wambachstraße mit einer durchschnittlichen Breite von sechs Metern eine verhältnismäßig schmale Straße ist, war sie doch bis Anfang des 18. Jahrhunderts der einzige Fahrweg zur Straße nach Niederberg, Arenberg und Montabaur. Die Breite der Straße wurde bis zur Kanalisierung des Mühlbachs im Jahr 1843 noch durch den offen durchfließenden Bach beeinträchtigt, so dass praktisch die Wagen nur abwechselnd auf- oder abwärts fahren konnten.

Wambachstrasse 182

T-S-Wambach182

Das Gebäude wurde Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts wahrscheinlich an Stelle von zwei alten Häusern gebaut. Da es äußerlich ganz modernisiert wurde, ist es stilmäßig nicht mehr einzuordnen. Es war wohl von Anfang an als Mietshaus gebaut und immer von sechs bis sieben Parteien bewohnt. 1993 wurde das Haus vorerst durch die Familie Zorn zum letzten Mal ganz renoviert. 1857 war der Eigentümer der Stellmacher Johann Harner, 1883 der Leutnant a.D. Heinrich Müller. Dessen Erben sind noch aus dem Jahr 1902 als Besitzer überliefert. 1909 war die Witwe Ernst aus Frankfurt die Eigentümerin, 1921 der Stadtobersekretär Hermann Falkenhagen aus Frankfurt und schließlich 1938 Therese Falkenhagen aus Frankfurt.

Wambachstrasse 183

T-S-Wambach183

Blickfang des wohl im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts errichteten Barockgebäudes war immer die schöne ehemals zweigeteilte Tür mit den Originalbeschlägen, die noch aus der Erbauungszeit erhalten ist. Die schriftlichen Quellen weisen für das Jahr 1857 Anna Koch (geborene Schwarz) als Hauseigentümerin aus. 1883 gehörte das Haus der Händlerin Magarethe Weiß, nach 1900 Johann Weiß aus Pfaffendorf. 1920 war der Koch Johann Philipp Bester der Besitzer, um 1925 erwarb es die Witwe Katharina Neuhaus. Dann gehörte es deren Tochter Therese und ihrem Mann Josef Nagel. Die Erben verkauften das Haus Mitte der 80er Jahre an den Eigentümer des Gebäudes Helfensteinstraße 85, der es wiederum an einen Bauunternehmer weiter-
veräußerte. Das Gebäude wurde 1993 an einen Architekten verkauft, der es fachgerecht und im Sinne von Denkmalpflege und Stadtsanierung renovieren wollte.

Wambachstrasse 200

T-S-Wambach200

Das Haus wurde 1754 an Stelle eines alten Gebäudes vom Schlosser und Eisenwarenhändler Anton Sauer erbaut. Bei dem Objekt handelt es sich um ein zweigeschossiges Barockhaus mit großem, holzprofiliertem Zwerchhaus. Der Bau besitzt noch die originale Holztreppe und Stuckdecken in den Wohnräumen sowie eine wertvolle Eingangstür mit Schnitzornamenten. Heute gehört das Barockhaus zu den Gebäuden im Ehrenbreitstein, die weitgehend denkmalgerecht erneuert wurden.

Wambachstrasse 203

T-S-Wambach203

Das Haus hat eine Straßenfront von nur vier Metern Breite, auch die Hoffront ist mit nur fünf Metern sehr schmal. Durch seine Gesamttiefe von zehn Metern und dey Höhe von vier Stockwerken, bietet es im Inneren jedoch viel Platz. Ursprünglich war das Gebäude zweistöckig und hatte einen barocken Zwerchgiebel. Mitte des vorigen Jahrhunderts wurde es aufgestockt. 1857 war der Privatier Adam Gram der Besitzer des Hauses, 1883 der Klempner Johann Löwener. Das Haus blieb bis Anfang der 30er Jahre im Besitz der Familie Löwener und wurde dann an Margarethe Marlow verkauft. Das Haus wurde 1975 vollständig renoviert.

Wambachstrasse 205

T-S-Wambach205

Dieses Haus entstand als Mansarddachbau, im Kern stammt es aus dem 17. Jahrhundert, im 18. Jahrhundert wurde es überformt.

Wambachstrasse 206

T-S-Wambach206

Dieses ursprünglich barocke Haus war seit 1823 im Besitz der Metzgerfamilie Lehnhard. 1882 baute der
Metzgermeister Clemens Lehnhard das Haus um. Es erhielt ein drittes Stockwerk und einen Kniestock auf-
gesetzt. Das Haus, das über 90 Jahre im Besitz der Familie Lehnhard war, wurde nach 1914 an den Händler
Heinrich Maag verkauft. 1925 war der Kaufmann August Albrecht der Besitzer und 1927 der Anstreicher
Mathias Krecken. Der jetzige Eigentümer ließ das Haus renovieren.

Wambachstrasse 208

T-S-Wambach208

Das Haus wurde 1717 erbaut. Auffallend ist die Ähnlichkeit mit den fünf in der Hofstraße von Ravensteyn erbauten Häusern . Auch das Haus Wambachstraße 208 hatte ursprünglich ein schmales Zwerchhaus. Ebenso besitzt es ein hohes Sockelgeschoss und weist die gleichen steilen Seitengiebel mit den Eckvorsprüngen auf.

Original erhalten sind die Stuckdecken, die Türen zum Treppenhaus mit den Originalbeschlägen und das Treppengeländer in den oberen Stockwerken. Eigentümer des Hauses waren 1857 der Zimmermann Christian Müller, 1883 der Kutscher Johann Staudt und 1901 der Schlosser Georg Schmidt.

Dieser baute 1901 das Dachgeschoss aus und ersetzte das schmale Zwerchhaus durch eine breitere Konstruktion, die 1944 zerstört wurde. Das Dach wurde dann in seiner heutigen Form ausgebaut. Außerdem baute Schmidt die beiden Räume im Erdgeschoss zu Ladenlokalen um. 1920 war der Besitzer der Eisenwarenhändler Georg Leber, der das Haus 1965 an Werner Würzberger verkaufte. Das Gebäude ist heute vollständig saniert und dient als Wohn- und Geschäftshaus für den Malermeister Paul Würzberger.

Wambachstrasse 209

T-S-Wambach209

Nach der Form des Zwerchgiebels zu urteilen, wurde das Haus Wambachstraße 209 um die Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut. 1857 war der Eigentümer Kanzlist Karl Mink, 1883 gehörte das Haus dem Bäcker Mathias Röser. Um 1894 vermietete der neue Besitzer, der Gemüsehändler Jakob Schreiber, die Bäckerei an den Bäckermeister Peter Böhmen. 1902 hatte Böhmer seine Bäckerei in die Wambachstraße 202 verlegt, wo sie noch bis in die 50er Jahre bestand. Das Haus 209 erwarb 1902 der Bäcker Johann Halfmann, der noch im gleichen Jahr die Schaufensterfront „modern" umbauen ließ. Die Bäckerei bestand noch bis in die 50er Jahre, dann erwarb der Eisenwarenhändler Otto Eeber das Haus. Er verkaufte es 1965 an den Lebensmittelkauf- mann Paul Diehl. Das Haus befindet sich noch im Besitz der Familie Diehl, die es vollständig renoviert hat.