Rechtsrheinischer Stadtteil von Koblenz

Ehrenbreitstein -
Residenzstadt und Festung über dem Rhein

Hier finden Sie die Geschichte der ehemals selbständigen Residenzstadt der Trierer Kurfürsten, vom historischen Ortskern, dem "Dahl", bis zur Festung hoch über dem Rhein. Mehr als 2000 alte und neue Fotos auf 234 Seiten laden zum Stöbern ein.

Ortsgeschichte und Dahl

Ehrenbreitstein, alter Name Thal Ehrenbreitstein oder heute einfach Dahl, liegt auf der rechten Rheinseite gegenüber dem Deutschen Eck und ist seit 1937 ein Stadtteil von Koblenz. Die frühere Gemeinde ohne Stadtrechte wurde damals zwangseingemeindet. Im 17. Jahrhundert war der Ort Residenz der Trierer Kurfürsten, und über ihm thront die gleichnamige Festung. Seit 2002 gehört die Altstadt zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal und bildet gemeinsam mit Koblenz ein Eingangstor zum Mittelrheintal.

Der Stadtteil ist vor allem durch bedeutende Persönlichkeiten bekannt. Am bekanntesten ist Beethoven: Seine Mutter, Maria Magdalena Keverich, wurde in der Wambachstraße 204 geboren und wuchs dort auf. In ihrem Geburtshaus erinnert heute das Museum „Mutter-Beethoven-Haus“ an sie.

Ehrenbreitstein gilt als barockes ehemaliges Residenzstädtchen mit einer verkehrsberuhigten Zone, alten Gebäuden und einer 1656 geweihten Klosterkirche mit drei barocken Altären von Johann Seiz. Zahlreiche bekannte Namen sind mit dem Ort verbunden, darunter Balthasar Neumann, Goethe, Wieland, Sophie La Roche und die Maler Januarius Zick und Caspar Beckenkamp. Mozart spielte am kurfürstlichen Hof, Clemens Brentano wurde im Haus La Roche geboren, und Martin Luther besuchte das Augustiner-Eremiten-Kloster. Auch der Flugzeugkonstrukteur Carl Clemens Bücker und der Schriftsteller Joseph Breitbach stammen von hier.

Die Eindeichung schützt den Ort vor dem früher regelmäßigen Hochwasser, was sich in einer fortschreitenden Sanierung der Häuser zeigt.

Festung Ehrenbreitstein

Die Festung Ehrenbreitstein ist die bekannteste Sehenswürdigkeit von Koblenz. Sie liegt auf einem bis zu 118 m hohen Felsen gegenüber der Moselmündung und bietet einen grandiosen Ausblick auf Rhein, Mosel und das Deutsche Eck. Der Berg war schon vor über 3000 Jahren besiedelt und befestigt, wie Ausgrabungen mit Gräben und Palisadenresten zeigen. Auch Kelten, Germanen und Römer hinterließen hier Spuren. Von der Rheinseite wirkt die Anlage uneinnehmbar, ihre Schwachstelle liegt jedoch auf der Rückseite, die deshalb seit jeher besonders geschützt wurde.

Die Festung besteht seit dem 16. Jahrhundert, zunächst unter kurtrierischer, später unter preußischer Herrschaft. Ihr barocker Vorgängerbau, der auf eine Burg um das Jahr 1000 zurückging, war zeitweise Residenz der Trierer Kurfürsten und wurde 1801 von französischen Revolutionstruppen zerstört. Die heutige Gestalt entstand zwischen 1817 und 1828 unter dem preußischen Ingenieur-Offizier Carl Schnitzler. Als Teil der Festung Koblenz sicherte sie bis 1918 das Mittelrheintal sowie Bahnwege und Flussübergänge.

Heute gehört die Anlage dem Land Rheinland-Pfalz. Sie beherbergt unter anderem das Landesmuseum Koblenz, eine Jugendherberge, das Ehrenmal des Heeres und Verwaltungsstellen. Seit 2002 ist sie Teil des UNESCO-Welterbes „Oberes Mittelrheintal“, und 2011 war ihr Vorgelände Teil der Bundesgartenschau.

Auf der Festung sitzt außerdem die Verwaltung „Burgen, Schlösser, Altertümer Rheinland-Pfalz“ (seit 1998). Sie pflegt die Kulturbauten des Landes, von Römerbauten bis zu Schlössern, und macht sie touristisch zugänglich.

Festung besuchen

Öffnungszeiten

29.03.2026 - 01.11.2026:
• Montag - Sonntag, 10.00 - 18.00 Uhr, regulärer Eintrittspreis
(18.00 - 24.00 Uhr i. d. R. freier Zutritt zu Gelände und Gastronomie)

02.11.2026 - 20.03.2027:
• Montag - Sonntag, 11.00 - 16.00 Uhr, um rd. 50 % reduzierter Eintrittspreis

An den übrigen Tagen: 16.00 - 24.00 Uhr i. d. R. freier Zutritt zum Festungsgelände.

Für Kinder bis einschl. 6 Jahre ist der Eintritt frei.

Mehr Informationen zu Eintrittspreisen und zur Anreise erhalten Sie auf der Seite der Generaldirektion Kulturelles Erbe.

Planen Sie für den Rundgang mit Museum und Aussicht mindestens 2-3 Stunden ein.

Anreise

So kommen Sie hinauf

Mit der Seilbahn: Sie fährt vom Rheinufer in Koblenz über den Rhein direkt zur Festung. Es ist der bequemste Weg und bietet den schönsten Blick. Talstation am Deutschen Eck, Preis für Erwachsene hin und zurück 15,50 €, ab 17:30 Uhr 9,90 €
Zur Preisliste und Ermäßigungen

Mit dem Festungsaufzug: Fahren Sie mit Bus 9, 10 oder 460 bis zur Haltestelle „Festungsaufzug”. Mit derselben Fahrkarte geht es im Aufzug nach oben.

Zu Fuß: Der Aufstieg dauert über den General-Aster-Weg ca. 20 Minuten.

Mit dem Auto: von Ehrenbreitstein Richtung Montabaur und der großzügigen Beschilderung folgen. Parkmöglichkeiten direkt am Festungsplateau.

Wege und Tipps finden Sie unter Wege zur Festung.

Live-Blick

Mit einer Webcam kann man den Blick von der Festungshöhe über die Stadt und die Festung schweifen lassen.

Zur Webcam der Seilbahn

Diese Angaben unterliegen ständigen Änderungen, deswegen übernehme ich dafür keine Gewähr.

 

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Bild: Brentanoführung

 

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Über diese Seite

Diese private Internetseite wird seit 2001 von Kurt Singer betrieben, der in Ehrenbreitstein zuhause ist. Sie ist ein Hobbyprojekt und wird laufend ergänzt und aktualisiert.

Die letzte Bearbeitung war am 16.10.2026 (Was ist neu?). Hinweise, Korrekturen und alte Fotos sind willkommen.

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