Ehrenbreitstein, rechtsrheinischer Stadtteil von Koblenz und Festungsanlage

Mutter-Beethoven-Haus

Festung Ehrenbreitstein

Dikasterialgebäude

Dikasterialgebäude

Dies ist meine private Seite über das Dahl und die Festung.

Geschichte, Bauwerke, einem umfangreichen Personenverzeichnis und über 2.000 Fotos von Ehrenbreitstein und der Festung. Mit Festungsplan, Wegen zur Festung und Festungsglossar.

Grüße aus Ehrenbreitstein
Kurt Singer

Ehrenbreitstein, das Dahl

Ehrenbreitstein liegt auf der rechten Rheinseite gegenüber dem Deutschen Eck und ist seit 1937 ein Stadtteil von Koblenz. Die frühere Gemeinde ohne Stadtrechte wurde damals zwangseingemeindet. Im 17. Jahrhundert war der Ort Residenz der Trierer Kurfürsten, und über ihm thront die gleichnamige Festung. Seit 2002 gehört die Altstadt zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal und bildet gemeinsam mit Koblenz ein Eingangstor zum Mittelrheintal.

Der Stadtteil ist vor allem durch bedeutende Persönlichkeiten bekannt. Am bekanntesten ist Beethoven: Seine Mutter, Maria Magdalena Keverich, wurde in der Wambachstraße 204 geboren und wuchs dort auf. In ihrem Geburtshaus erinnert heute das Museum „Mutter-Beethoven-Haus“ an sie.

Ehrenbreitstein gilt als barockes ehemaliges Residenzstädtchen mit Fußgängerzonen, alten Gebäuden und einer 1656 geweihten Klosterkirche mit drei barocken Altären von Johann Seiz. Zahlreiche bekannte Namen sind mit dem Ort verbunden, darunter Balthasar Neumann, Goethe, Wieland, Sophie La Roche und die Maler Januarius Zick und Caspar Beckenkamp. Mozart spielte am kurfürstlichen Hof, Clemens Brentano wurde im Haus La Roche geboren, und Martin Luther besuchte das Augustiner-Eremiten-Kloster. Auch der Flugzeugkonstrukteur Bücker und der Schriftsteller Joseph Breitbach stammen von hier.

Die Eindeichung schützt den Ort vor dem früher regelmäßigen Hochwasser, was sich in einer fortschreitenden Sanierung der Häuser zeigt.

Die Festung Ehrenbreitstein

Die Festung Ehrenbreitstein ist die bekannteste Sehenswürdigkeit von Koblenz. Sie liegt auf einem bis zu 118 m hohen Felsen gegenüber der Moselmündung und bietet einen grandiosen Ausblick auf Rhein, Mosel und das Deutsche Eck. Der Berg war schon vor über 3000 Jahren besiedelt und befestigt, wie Ausgrabungen mit Gräben und Palisadenresten zeigen. Auch Kelten, Germanen und Römer hinterließen hier Spuren. Von der Rheinseite wirkt die Anlage uneinnehmbar, ihre Schwachstelle liegt jedoch auf der Rückseite, die deshalb seit jeher besonders geschützt wurde.

Die Festung besteht seit dem 16. Jahrhundert, zunächst unter kurtrierischer, später unter preußischer Herrschaft. Ihr barocker Vorgängerbau, der auf eine Burg um das Jahr 1000 zurückging, war zeitweise Residenz der Trierer Kurfürsten und wurde 1801 von französischen Revolutionstruppen zerstört. Die heutige Gestalt entstand zwischen 1817 und 1828 unter dem preußischen Ingenieur-Offizier Carl Schnitzler. Als Teil der Festung Koblenz sicherte sie bis 1918 das Mittelrheintal sowie Bahnwege und Flussübergänge.

Heute gehört die Anlage dem Land Rheinland-Pfalz. Sie beherbergt unter anderem das Landesmuseum Koblenz, eine Jugendherberge, das Ehrenmal des Heeres und Verwaltungsstellen. Seit 2002 ist sie Teil des UNESCO-Welterbes „Oberes Mittelrheintal“, und 2011 war ihr Vorgelände Teil der Bundesgartenschau.

Auf der Festung sitzt außerdem die Verwaltung „Burgen, Schlösser, Altertümer Rheinland-Pfalz“ (seit 1998). Sie pflegt die Kulturbauten des Landes, von Römerbauten bis zu Schlössern, und macht sie touristisch zugänglich.

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Letzte Bearbeitung auf dieser Website:  15. Oktober 2026
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